Außenduschen für die Sauna: Was Sie wissen sollten
Warum spezielle Saunaduschen?
Edelstahl-Außenduschen sind grundsätzlich frostbeständig. Das Material selbst nimmt durch Kälte keinen Schaden. Das Problem liegt in der Mischkartusche: Wenn dort Wasser steht und gefriert, dehnt es sich aus. Die keramischen Membranen in der Kartusche können brechen. Die Dusche beginnt zu tropfen und muss repariert werden.
Wie funktioniert das Frostschutz-System?
Ein elektrischer Heizdraht liegt direkt an der Mischkartusche und den wasserführenden Leitungen in der Dusche. Er verhindert, dass das Wasser in diesen Bereichen gefriert. Wichtig: Der Heizdraht erwärmt nicht das Duschwasser selbst. Warmes Wasser muss bauseitig über Ihre Hausinstallation zugeführt werden.
Der Heizdraht wird an eine 230V-Steckdose angeschlossen. Verbrauch: ca. 30-50 Watt im Betrieb. Ein integrierter Thermostat schaltet die Heizung automatisch bei Temperaturen unter 3°C ein und schaltet automatisch ab, wenn die Temperatur wieder über 5°C ist. Die Dusche sollte darum ganzjährig am Strom angeschlossen bleiben.
Was ist mit Handbrause und Regenduschkopf bei Frost?
Die beste Wahl für Saunaduschen sind Duschen ohne viel Zubehör und mit einem Duschkopf, der direkt in die Säule integriert ist.
Wenn Sie ein Modell mit Handbrause oder breitem Regenduschkopf wählen, dann kann die Dusche ebenfalls bei Frost draußen stehen bleiben. Aber der Schlauch der Handbrause und der Außenbereich der Regendusche frieren ein und sind darum nicht sofort nutzbar. Erst mit längerem Duschen und heißem Wasser tauen sie auf und können dann auch benutzt werden.
Ganzjährige Nutzung: Die richtige Installation
Damit Ihre Saunadusche auch im Winter funktioniert, müssen Sie einige Punkte beachten:
- Wasserleitung bis zur Dusche: Die Zuleitung vom Haus zur Dusche muss frostsicher verlegt sein (mindestens 80 cm Tiefe oder mit Heizband).
- Warmwasserbereitung: Ihr Boiler oder Durchlauferhitzer muss auch im Winter warmes Wasser liefern. Das Frostschutz-System der Dusche schützt nur die Dusche selbst.
- Stromanschluss: Eine wetterfeste 230V-Steckdose in der Nähe der Dusche ist erforderlich. Die Installation sollte durch einen Elektriker erfolgen.
Material und Pflege
Alle Saunaduschen in unserem Sortiment sind aus V4A-Edelstahl gefertigt. Dieser Stahl ist:
- Beständig gegen Chlor und Salzwasser
- Korrosionsfrei auch bei ständiger Feuchtigkeit
- Temperaturbeständig von -30°C bis +80°C
- Pflegeleicht durch gebürstete Oberfläche
Nach dem Duschen kurz mit klarem Wasser abspülen und mit einem weichen Tuch abwischen, damit keine Kalkflecken entstehen. Gelegentlich die Oberfläche mit einem Edelstahl-Reiniger oder Edelstahl-Pflegemittel behandeln – dadurch entsteht ein Schutzfilm der die Bildung von Kalkflecken und Schmutzablagerungen verhindert.
Welche Dusche passt zu Ihrer Sauna?
- Standort: Wählen Sie einen Platz mit mindestens 1,5 Meter freiem Raum um die Dusche. Direkter Weg von der Sauna zur Dusche ist ideal.
- Privatsphäre: Viele Kunden montieren die Dusche zwischen Sichtschutz-Elementen oder nutzen vorhandene Gartenmauern.
- Untergrund: Dusche auf festem Untergrund montieren (Beton, Pflaster, Holzdeck). Drainage oder Versickerung für das Duschwasser einplanen.
Häufig gestellte Fragen zu Saunaduschen
Kann ich eine normale Gartendusche im Winter nutzen?
Ohne Frostschutz-System: Nein. Sie müssen eine normale Gartendusche vor dem ersten Frost entleeren. Alle Leitungen und die Mischkartusche müssen wasserfrei sein. Sonst drohen Frostschäden. Mit Frostschutz: Ja, die Dusche kann ganzjährig angeschlossen bleiben.
Wie hoch sind die Stromkosten für das Frostschutz-System?
Das Heizsystem verbraucht je nach Hersteller ca. 50-80 Watt und läuft nur bei Temperaturen unter 5°C. Die Kosten belaufen sich in einem durchschnittlichen Winter in Deutschland (Frankfurter Raum) bei einem normalen Stromtarif auf ca. 30-50 EUR/Jahr. In milden Lagen (Niederrhein) weniger, in Gebirgslagen natürlich mehr.
Muss ich die Dusche im Winter jeden Tag benutzen?
Nein. Das Frostschutz-System arbeitet automatisch. Die Dusche bleibt betriebsbereit, auch wenn Sie sie tage- oder wochenlang nicht nutzen.
Was passiert bei Stromausfall im Winter?
Bei kurzen Stromausfällen (wenige Stunden) passiert normalerweise nichts. Die Dusche speichert noch Wärme. Bei längeren Ausfällen sollten Sie die Dusche sicherheitshalber entleeren. Öffnen Sie dazu die Mischbatterie und lassen Sie das Wasser ablaufen.
Kann ich eine Saunadusche auch als normale Gartendusche nutzen?
Ja. Saunaduschen mit Frostschutz sind vollwertige Außenduschen. Sie können sie das ganze Jahr über für Pool, Garten oder nach dem Sport nutzen. Der Frostschutz ist ein Zusatz-Feature, das die Nutzungsmöglichkeiten erweitert.
Brauche ich einen Wasserablauf unter der Dusche?
Empfohlen ist ein Ablauf oder eine Versickerungsfläche, besonders bei häufiger Nutzung. Alternativ kann das Wasser auch auf Rasen oder Kiesbett ablaufen, wenn der Untergrund durchlässig ist. Bei Installation auf einer Terrasse ist ein Ablauf notwendig.
Wie lange hält eine Saunadusche?
V4A-Edelstahl ist extrem langlebig. Die Duschsäule selbst hält Jahrzehnte. Verschleißteile wie die Mischkartusche haben eine Lebensdauer von 8-12 Jahren bei regelmäßiger Nutzung. Wir führen für alle Modelle Ersatzteile.